Osterreiten in Radibor - Die Geschichte unseres Osterreitens reicht weit in das Mittelalter zurück

Schloss Milkel

Zu den Prunkstücken der Gemeinde Radibor gehört das Barockschloss Milkel mit dem wunderschönen Park. Das Schloss-Ensemble Milkel befindet sich im östlichen Teil Sachsens. Etwa 15 km nördlich von Bautzen findet man Schloss und Park mit 2 Kavaliershäusern inmitten der Moor- und Teichlandschaft im Biosphärenreservat Oberlausitz.

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Osterreiten in Radibor - Die Geschichte unseres Osterreitens reicht weit in das Mittelalter zurück

Cölln - Radibor

Radibor liegt etwa 10km nördlich von Bautzen in der schönen Oberlausitz im Osten des Freistaates Sachsen. Die Gemeinde, in der ca. 3400 Menschen leben, ist über die B96 ab Cölln oder Schwarzadler erreichbar. Im Jahre 1359 wird Radibor erstmalig urkundlich erwähnt.

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Luppa

Das Dorf liegt nur drei Kilometer nördlich von Radibor. In Richtung Bautzen und der Autobahn A4 sind es zwölf Kilometer und die B96 ist nur fünf Kilometer entfernt. Neu-Brohna ist der nächstgelegene Ort in südlich Richtung. Im Norden befindet sich ein großes zusammenhängendes Waldgebiet. Im Westen gibt es mehrere kleine Teiche.

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    Osterreiten in der Gemeinde Radibor

    Eigentlich war es schon immer so, seit Jahrhunderten ist es Tradition, dass in der Gegend zwischen Bautzen und Hoyerswerda und damit natürlich auch in Radibor die Osterreiter am Ostersonntag in Prozessionen die Botschaft von der Auferstehung Christi in die Nachbargemeinde tragen. Die Reiter singen in festlicher Kleidung auf dem Pferd Lieder. Außerhalb der Ortschaften beten sie den Rosenkranz oder eine Litanei. In ihrer Prozession führen die Osterreiter das Kreuz, Kirchenfahnen und die Statue des Auferstandenen Christus mit. Die Pferde sind mit Ostergeschirr und buntbestickten Schleifen prächtig geschmückt. Wer zum ersten Mal am Osterreiten teilnimmt, trägt ein Myrtenkränzchen. Zum jeweiligen Jubiläum darf sich der Reiter dann mit einer silbernen »25« bzw. goldenen »50« schmücken. In der katholischen Oberlausitz gibt es neun Osterprozessionen, in denen überwiegend Sorben mitreiten. Dass sowohl Sorben wie Deutsche, Christen katholischen wie evangelischen Glaubens gemeinsam die österliche Botschaft verkünden, ist traditionelle Selbstverständlichkeit, aber auch ein hoffnungsvolles Zeichen für dieses Land.

    Osterreiten in Radibor - Die Geschichte unseres Osterreitens reicht weit in das Mittelalter zurück
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    Prozession Radibor - Storcha

    Radibor ab 11.45 Uhr
    Storcha ab 12.00 Uhr

    Storcha an 13.45 Uhr
    Radibor an 13.45 Uhr

    Heimritt Storcha ab 15.30 Uhr
    Heimritt Radibor ab 15.30 Uhr

    Heimritt Radibor an 17.15 Uhr
    Heimritt Storcha an 17.15 Uhr

    Prozession Bautzen - Radibor

    Bautzen ab 10.30 Uhr

    Radibor an 12.15 Uhr

    Heimritt Radibor ab 14.45 Uhr

    Bautzen an 16.45 Uhr

    Ausgangspunkt der feierlichen Osterreiterprozession ist die jeweilige Pfarrkirche, wo die Osterreiter vom Pfarrer gesegnet und ausgesandt werden. Sie übernehmen die Kirchenfahnen, das Kreuz sowie die Statue des Auferstandenen. Die Männer, festlich geschmückt mit schwarzen Hosen, Gehrock, Zylinder und Stiefeln reiten als kirchliche Prozession paarweise hintereinander. Bei der Ankunft am Zielort umrunden die Osterreiter die Kirche, vor allem aber den Friedhof, um den Verstorbenen die Botschaft von der Auferstehung zu verkünden. Nach einer Pause bei Familien des Dorfes werden die Osterreiter unter Glockengeläut zum Heimritt verabschiedet.

    Das Osterreiten in Radibor

    Osterreiten in Radibor - Die Geschichte unseres Osterreitens reicht weit in das Mittelalter zurück

    Auch die Geschichte unseres Osterreitens reicht weit in das Mittelalter zurück. So wurde unser Dorf im Jahr 1623 durch die so genannte "Osterreiterschlacht" bekannt. Der damalige Gutsbesitzer Christoph von Minkwitz untersagte den Osterreitern den Ritt auf den Friedhof um die damalige Pfarrkirche.

    Mit aller Gewalt wollte er Luthers’s Glauben in Radibor durchsetzen- deshalb verbot er jegliche katholische Aktivitäten. Natürlich haben sich das die Radiborer Osterreiter nicht gefallen lassen und lieferten sich mit Minkwitz‘ Dienern o.g. Schlacht. Erst im Jahr 1776 kam es dazu, dass die Radiborer Prozession für mehr als 100 Jahre aussetzte. 1882 kam es zur Wiederbelebung des Osterreitens in Radibor.

    1882 entstand die Osterreiterprozession der neugegründeten, benachbarten Kirchgemeinde Storcha. Bis auf einige Ausnahmen besuchen die Radiborer und Storchaer Osterreiter nun die jeweilige Nachbargemeinde, ohne sich dabei zu begegnen. In den Jahren 1973-1977 konnte die Storchaer Prozession aufgrund der rapiden Abnahme des Pferdebestandes (Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft) nicht zusammengestellt werden.

    Radibor ist die einzige Kirchgemeinde, die zwei Gastprozessionen begrüßen darf: neben den Osterreitern aus Storcha sind es seit 1928 auch die Osterreiter aus Bautzen, die die Botschaft der Auferstehung Christi in die Welt tragen und zu uns nach Radibor kommen. Nach einer längeren Pause in den letzten Jahren wurde diese Prozession im Jahr 1993 wieder belebt.

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