Icon - Gemeinde Radibor
Seitenansicht der St. Marien Kirche in Radibor, mit ihren charakteristischen Steinmauern und Fenstern.
Radibor Schleife /Blau, Rot & Weiß)

Kommunale Wärmeplanung in den Gemeinden Großdubrau, Malschwitz und Radibor gestartet

Seit Mitte März 2026 arbeiten die Gemeinden Großdubrau, Malschwitz und Radibor gemeinsam mit dem Dienstleister Mobilitätswerk GmbH aus Dresden an einem kommunalen Wärmeplan. In den ersten Monaten werden zunächst relevante Daten zusammengetragen, um in einer Bestandsanalyse einen Überblick über die bestehenden Wärmeversorgungsstrukturen der Gemeinden zu erhalten. Hierzu erfolgen unter anderem Zuarbeiten der regionalen Netzbetreiber, Bezirksschornsteinfeger und Wärmenetzbetreiber. Im Rahmen einer Potenzialanalyse werden zudem lokal verfügbare Quellen für erneuerbare Energien untersucht.

Ein wichtiger Aspekt der Wärmeplanung ist zudem die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Um Sie zukünftig über den Fortschritt und die Planungsschritte auf dem Laufenden zu halten, wurde eine Homepage als zentrale Anlaufstelle eingerichtet (Link siehe unten).

Auf der Homepage finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Wärmeplanung sowie zu den Themen Heizungsaustausch und Gebäudesanierung. Nach Abschluss der ersten Analysen werden die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse veröffentlicht.

Zusätzlich starten die Gemeinden eine Bürgerbefragung, um Ihre Meinungen, Bedürfnisse und Anregungen in den Planungsprozess einzubeziehen und offene Fragen aus der Bürgerschaft zu sammeln. Wir laden Sie daher herzlich ein, sich an der Gestaltung unserer zukünftigen Wärmeversorgung zu beteiligen. Den Zugangslink zum Fragebogen finden Sie auf der Homepage in der Rubrik „Beteiligen“

Die Wärmeplanung soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse stellen dabei keine verbindlichen Vorgaben für bestimmte Heizungsanlagen oder Versorgungssysteme dar, sondern dienen als Grundlage für langfristige Entscheidungen zur Wärmeversorgung im Gemeindegebiet. Hiervon profitieren Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die kommunale Verwaltung, die zusätzlich mit konkreten Maßnahmenvorschlägen für die Umsetzung des Wärmeplans unterstützt wird.

Link zur Homepage Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Großdubrau, Malschwitz und Radibor: https://waermeplan-grossdubrau-malschwitz-radibor.de/


Energiegenossenschaft "WITAJ - Wir leben Energie"

Am 4. Dezember 2025 wurde ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Energieversorgung in der Gemeinde Radibor gelegt. Im Landgasthof "Meja" Hosćenc wurde unter Teilnahme von ca. 110 Personen die Energiegenossenschaft WITAJ – Wir leben Energie eG gegründet.

 

Insgesamt trugen sich 55 Personen auf der Gründungsliste ein und sind mit jeweils einem Geschäftsanteil á 100 € der Genossenschaft beigetreten.

 

Die neue Energiegenossenschaft hat das Ziel, die Wärme- und Stromversorgung in der Gemeinde Radibor langfristig auf heimische, klimafreundliche Energieträger umzustellen. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region und die lokale Wirtschaft wird gestärkt.

 

Im ersten Projekt soll im Ortsteil Milkel ein Nahwärmenetz entstehen, das die bisherigen Öl- und Flüssiggasheizungen durch eine zentrale Anlage auf Basis von Holzhackschnitzeln ersetzt – ähnlich wie in Radibor und Camina. Weitere Projekte, darunter Photovoltaikanlagen auf Gemeindedächern und Nahwärmelösungen in weiteren Ortsteilen, sind geplant.

 

In der Gründungsversammlung wählten die Gründungsmitglieder zunächst den Aufsichtsrat, der anschließend den Vorstand der Genossenschaft bestellt. Dieser wird die aktuellen und zukünftigen Projekte planen und vorantreiben. In den Aufsichtsrat wurden Thomas Winkler (Aufsichtsratsvorsitzender), Matthias Kostroa (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Matthias Ziesche, Dr. Thomas Springer und Katrin Scholz gewählt. Der Aufsichtsrat bestimmte anschließend Marcel Bellmann und Thomas Retschke zu den Vorständen der Genossenschaft.

 

Möchten auch Sie die zukünftige Energieversorgung in der Gemeinde Radibor aktiv mitgestalten und Ihre Ideen einbringen? Dann treten Sie gern der Genossenschaft bei. Schreiben Sie bei Interesse eine E-Mail an witaj-energie@web.de.

 

Satzung "WITAJ - Wir leben Energie eG"


Energie, Klima & Klimaschutz

Klimaschutzkonzept der Gemeinde Radibor

Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Radibor ist fertiggestellt. Am 12. März 2025 beschloss der Gemeinderat die Umsetzung des Konzeptes und den Aufbau eines Klimaschutz-Controllings. Seit dem 1. Oktober 2023 wurde das Konzept vom Klimaschutzmanager und dem beauftragten, externen Dienstleister (Leipziger Institut für Energie) erstellt. Die Personalstelle in der Gemeindeverwaltung, der externe Dienstleister und die Sachkosten wurden dabei zu 100 % vom Bund über die Kommunalrichtlinie finanziert.

In aller Kürze zusammengefasst wurde für die Gemeinde in den letzten Monaten eine Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt, Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energieträger ermittelt und Szenarien aufgestellt, wie der Energieverbrauch und die Energieerzeugung in naher und ferner Zukunft aussehen könnten. Im Rahmen von Beteiligungsveranstaltungen im April und Mai 2024 wurden erste Ergebnisse vorgestellt und die Anregungen bzw. Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Maßnahmen zur Gestaltung der Themen Energie und Klimaschutz aufgenommen. Diese wurden anschließend in sogenannten Maßnahmenblättern für die nachfolgenden vier Handlungsfelder zusammengefasst:

  • Klimafreundliche Verwaltung,
  • Erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Energieversorgung in Privaten Haushalten und Unternehmen
  • Mobilität
  • Bildung, Beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit

Die Maßnahmen stellen das Herzstück im Umsetzungsprozess ab April 2025 dar. Beispielsweise soll zeitnah die Lüftungsanlage und die Beleuchtung in der Sport- und Mehrzweckhalle SLAVIA ausgetauscht werden. Zudem soll die Etablierung eines kommunalen Energiemanagements die Energieverbräuche und -kosten reduzieren. Für die Straßenbeleuchtung soll eine Bestandsanalyse durchgeführt und eine Strategie für den Umstieg auf LED-Leuchtmittel aufgestellt werden. Darüber hinaus sollen Solardach-Potenziale der kommunalen Gebäude ermittelt und erschlossen werden. Zudem soll mit der kommunalen Wärmeplanung jeder Ortsteil der Gemeinde Radibor erfahren, welche Wärmeenergieversorgung vor Ort in Zukunft favorisiert wird. Mit der Gründung einer Energiegenossenschaft sollen gemeinsam mit den Mitgliedern Projekte, z. B. Solar-Aufdachanlagen auf kommunalen Gebäuden, umgesetzt werden. Für Schülerinnen und Schüler werden Wandertage und Exkursionen zu Energieerzeugungsanlagen sowie Experimente zu Energiethemen organisiert. Des weiteren soll die Bevölkerung die Möglichkeit bekommen, im Rahmen eines „Tages des offenen Wärmenetzes“ hinter die Kulissen der Wärmeerzeugung zu schauen.

Einen detaillierteren Überblick zu den Maßnahmen finden Sie im Kapitel 11 des Klimaschutzkonzeptes bzw. in der Zusammenfassung des Konzeptes. Beides können Sie nachfolgend herunterladen.

Jeden Dienstag können Sie im übrigen Ihre Fragen rund um die Themen Energie und Klima in der „Energiesprechstunde“ stellen. Es wird um vorherige Anmeldung über die untenstehenden Kontaktdaten gebeten. Natürlich können Sie auch gern an den anderen Wochentagen Kontakt aufnehmen!

Download Klimaschutzkonzept der Gemeinde Radibor
Download Kurzzusammenfassung und Umsetzungsmaßahmen des Klimaschutzkonzeptes
Download Beschluss des Gemeinderates

Kontakt

Gemeinde Radibor
Marcel Bellmann
Telefon: 035935 21639
E-Mail: klima@radibor.de


Leitlinie für Freiflächen- und Agri-Photovoltaikanlagen

Leitlinie für Freiflächen- und Agri-Photovoltaikanlagen im Gebiet des Grundzentralen Verbundes der Gemeinden Radibor – Großdubrau – Malschwitz „Oberlausitzer Heideland / hornjołužiska holanska krajina“

Aufgrund der energie- und klimapolitischen Zielstellungen der Bundesregierung (u.a. 80 % Anteil erneuerbarer Energie am Bruttostromverbrauch bis 2030) erwarten wir vermehrte Anfragen von potenziellen Betreibern von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen. Am 13. November 2024 hat der Gemeinderat von Radibor die Anwendung einer Leitlinie beschlossen, die als Orientierung dienen soll, in welchen Gebieten Photovoltaikanlagen in der Freifläche grundsätzlich denkbar sind.

Download der Leitlinie


Informationen zum Fördervorhaben

Titel
KSI: Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Radibor

Laufzeit
01.10.2025 bis 30.09.2028

Förderkennzeichen

67K22448-1

 

Ziel und Inhalt des Vorhabens

Koordinierung der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes, Aktualisierung der Energie- und Treibhausgasbilanz, Überarbeitung Maßnahmenkatalog

 

Link zum Projektträger
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Nationale Klimaschutzinitiative

 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.